Woelkis letzter Fan: Papst lässt deutsche Bischöfe abblitzen | Politik

Alle fünf Jahre muss sich der Bischof bei seinem Chef in Rom melden, jetzt bei Papst Franziskus (85)! Nach dem Gottesdienst am Grab von St. Peter besuchten Ihre Exzellenzen die ehrwürdigen Behörden des Vatikans.

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Bei dem aktuellen Besuch ging es auch um den Fall des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki (66), der Informationen über den Missbrauchsskandal der Kirche zurückgehalten und eine Aufklärung verzögert haben soll. Woelki widerlegt dies umfassend.

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Der Leiter der Diözese Limburg Georg Bätzing

Der Leiter der Diözese Limburg Georg Bätzing

Foto: Riccardo De Luca/AP

„Klassenvertreter“ der 62 deutschen Bischöfe ist der vorsitzende Bischof von Limburg Georg Bätzing (61). Bei einem Treffen mit dem Papst fand er im Beisein seines Kollegen Woelki deutliche Worte: Die Lage im Erzbistum Köln „wird unerträglich“ für die Gläubigen, „die Situation ist eine Belastung für das ganze Bistum und für alle Katholiken Der Druck steigt und kann nicht zurückgehalten werden.

Bätzing forderte eine schnelle Entscheidung bei der umstrittenen Wölki-Personal. Diese wurde aber erst gestern veröffentlicht.

Die Bilanz der katholischen Kirche in Deutschland ist ein Desaster. Zuletzt entlarvte der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Alexander Dobrindt (52), die Bischöfe: Die Kirchen hätten sich in der großen gesellschaftlichen Debatte nicht zu Abtreibung oder Geschlechtsidentität geäußert.

„Wenn es um den Schutz des ungeborenen Lebens geht – gibt es leider keinen. Wenn es um das Gesetz der Selbstbestimmung geht – gibt es so etwas leider nicht.

Bei Michaels Empfang der Kirchenleute für die Bundesregierung ist zu sehen: In Merkels Jahr drängeln sich noch Bundeskanzlerin, Minister und Staatssekretäre um die Plätze in der ersten Reihe, Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (59, links) und die CDU. Anführer Friedrich saß im Oktober Merz (67) schuldig. Der Ampelminister ist weg.

Und auch Kirchenmitglieder flohen in Scharen vor dem Bischof! 360.000 Menschen treten 2021 aus der katholischen Kirche aus. Rekord! Bätzing: „Es tut weh und belastet mich innerlich sehr.“

Der Laienkatholizismus ist in Deutschland zu einer Spielwiese für kirchliche Angestellte und Beamte verkommen.

Papst Franziskus bei einer Audienz mit Bischöfen aus Deutschland bei seinem Besuch im Vatikan ad Limina Apostolorum

Papst Franziskus bei einer Audienz mit Bischöfen aus Deutschland bei seinem Besuch im Vatikan ad Limina Apostolorum

Foto: IMAGO/Unabhängige Bildagentur I

Auf dem Katholischen Medienkongress Anfang November sagte der Münchner Erzbischof Reinhard Marx (69), die Kirche habe ein Vermittlungsproblem, könne das Medienspiel nicht bewältigen und brauche Hilfe. Aber die Wahrheit ist: Die Kirche hat Probleme mit der Führung und der Einhaltung von Regeln und Kodizes.

Andererseits, bevor das Bistum personell und finanziell reich geworden ist, finanziert durch die üppigen Kirchensteuern. Rund 6,7 Milliarden Euro nimmt das Land 2021 für die 27 katholischen Diözesen ein.

Laut INSA-Umfrage befürworten 67 Prozent der Deutschen die Abschaffung der Kirchensteuer im Sommer. Viele Kirchenleute sind angewidert. Er sieht Bischöfe, die Missbräuche vertuschen und an ihren Ämtern festhalten, als machtgierig an.

Auch im Vatikan gelten die deutschen Bischöfe als nicht handhabbar. Francis verspottete die Besucher vor dem Bericht sogar öffentlich.

Mit Blick auf die deutsche Reforminitiative „Synodaler Weg“, an der sich die Bischöfe beteiligten, sagte er: „Deutschland hat eine große und gute evangelische Kirche; ich will nicht noch eine so sehr, aber ich will die katholische Kirche sehen Verbrüderung mit der evangelischen Kirche!“

Protestanten sind bessere Katholiken – nicht fordern, nicht streiten? Eine Beleidigung!

Übrigens: Franziskus hat sein zweites Treffen mit den Bischöfen am Freitag abgesagt. Begründung: Es wurde alles besprochen. Papperla Paus – so viele Worte, keine Entscheidung!

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