Wie COVID-19 das Herz dauerhaft schädigt | Wirtschaft & Wissenschaft 2023 | Aktuelles | Hannover.de | Presse & Medien

Die Entwicklung einer schweren Erkrankung durch die Infektion mit COVID-19 beeinträchtigt nicht nur die Lungenfunktion, sondern kann auch lebensbedrohliche Folgen für das Herz haben. Das Spektrum reicht von einer akuten Herzmuskelentzündung (Myokarditis) bis hin zu einer chronischen Einschränkung der Pumpfunktion des Herzens. Das zugrunde liegende Schadensbild kann bis heute nicht vollständig nachgewiesen werden. Ein interdisziplinäres Forschungsteam unter der Leitung von Professor Dr. Danny Jonigk, Christopher Werlein und Associate Professor (PD) Dr. Mit innovativen molekularen Methoden und hochauflösenden Mikroskopieverfahren hat Mark Kühnel vom Institut für Pathologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) nun gezeigt, wie die anhaltende Entzündung bei COVID-19 Herzgewebe angreift und langfristig verändert. die kleinsten Herzkranzgefäße werden durch die Zerstörung spezieller Vorläuferzellen des Immunsystems mit Blut ins Herz getrieben. Die Studie wurde in der renommierten Fachzeitschrift Angiogenesis veröffentlicht.

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inaktive Entzündungszellen

Etwa jeder Dritte klagt nach einer schweren Erkrankung an COVID-19 über Herzprobleme und Funktionseinschränkungen. Um den Mechanismus dieser anhaltenden Herzmuskelschädigung aufzuklären, untersuchten die Forscher Herzgewebe von Patienten mit schwerem COVID-19-Verlauf und verglichen es mit Gewebeproben nach einer schweren Erkältungsinfektion durch das Influenzavirus und nach schwerer Myokarditis durch andere Erkrankungen . Viren. Obwohl die Herzschädigung von COVID 19 – anders als die Vergleichsprobe – keine äußere Entzündung des Herzgewebes zeigte, fand das Forscherteam eine große Ansammlung inaktiver Entzündungszellen: sogenannte Makrophagen und ihre Vorläuferzellen, Monozyten. „Diese Monozyten sind als Vorläuferzellen für die Bildung neuer Blutgefäße sehr wichtig und können das Blutgefäßsystem in kürzester Zeit umbauen“, erklärt Christopher Werlein, Erstautor der Studie.

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COVID-19 greift alle Kanäle im Körper an

Ausgelöst durch eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 häufen sich kleinste Verstopfungen in den nur wenige Millimeter dicken Gefäßen des Herzens. „Diese Ultrathromben verändern den Blutfluss und damit auch die Sauerstoffversorgung erheblich“, betont PD Dr. kalt Dies ruft Monozyten in Aktion, die sich an die Wand des inneren Kanals anheften und dort neue Äste bilden. Das Team hat diesen Gefäßumbau – in der Fachsprache als intussuszeptive Angiogenese bekannt – zuvor als charakteristisches Schädigungsmuster in anderen von COVID 19 betroffenen Organen beschrieben. Die Forscher vermuten, dass dies möglicherweise als kurzfristige Rettungsreaktion des Körpers zu verstehen ist Reduzierte Durchblutung und Sauerstoffmangel kompensieren chronische Herzschäden und Long Covid. „Die aktuelle Studie bestätigt jedenfalls unsere anfängliche Annahme, dass SARS-CoV-2 alle Kanäle im Körper systemisch angreift und nachhaltig verändert“, betont Professor Jonigk.

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Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Lungenforschungszentrum (DZL) am BREATH-Standort Hannover, dem Universitätsklinikum Aachen, der Universitätsmedizin Mainz und der Georg-August-Universität Göttingen.

Videos

Medizinische Universität unter wissen.hannover.de

Video der Medizinischen Hochschule Hannover auf dem Videoportal der Hannover Science Initiative.


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(Veröffentlicht: 5. Januar 2023)

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