Sport bei Kälte – gefährlich oder nicht?

– In den nächsten Tagen bleibt es kalt, auch tagsüber liegt die Temperatur knapp über Plus. Bedeutet dies, dass Sie Joggen und andere Outdoor-Sportarten vermeiden sollten?

„Bewegung in der Kälte ist für gesunde Menschen im Allgemeinen überhaupt nicht gefährlich“, sagt Ingo Froboese von der Deutschen Sporthochschule Köln. Joggen, Radfahren oder Fußballspielen an der frischen Luft stärkt das Immunsystem. So können Sie sich und Ihrem Immunsystem auch in der kalten Jahreszeit etwas Gutes tun. Spotting sorgt auch dafür, dass Sie sich mental ausgeglichener fühlen.

Der Oldenburger Hausarzt Michael Freitag sagt, dass regelmäßige Ausdauersportarten wie Laufen oder Radfahren – mindestens dreimal pro Woche 20 bis 30 Minuten – positive Effekte haben.

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Sport bei Minustemperaturen kann anstrengender sein als im Frühling, Sommer oder Herbst. „Im Durchschnitt muss der Organismus etwa zehn Prozent mehr Energie verbrauchen als normal“, erklärt Froboese. Denn er muss warm bleiben und den Unterschied zwischen Luft- und Atemtemperatur ausgleichen.

Die kalte Luft reizt auch die Lungen, was zu einem brennenden Gefühl führen kann. Das Ergebnis ist manchmal ein trockener Husten, der irritierend und schmerzhaft sein kann. Deshalb rät Froboese vom Laufen und Joggen ab, wenn die Temperatur im zweistelligen Minusbereich liegt. Sie rät: „An einem durchschnittlichen Wintertag ist die Zeit zwischen 14 und 16 Uhr am wärmsten.“ Außerdem sollte man es mit dem Training nicht übertreiben und möglichst durch die Nase statt durch den Mund atmen.

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So vermeidet man laut Froböse Verletzungen und Unfälle beim Joggen im Winter:

  • sich warm laufen: Dies ist besonders im Winter wichtig. Es kann 10 bis 15 Minuten dauern. Denn die Muskeln brauchen länger, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Beginnen Sie am besten mit Entspannungsübungen wie Arm- und Schulterkreisen und Aufwärmübungen wie Kniebeugen und Hampelmännern. Dann einfach reingehen.
  • Lauftechnik: Ändern Sie Ihre Gehtechnik, wenn der Boden rutschig sein könnte. Machen Sie kürzere Schritte. Konzentriere dich darauf, deine Füße mit Gefühl abzusetzen.
  • Profil: Stellen Sie sicher, dass Sie die richtigen Schuhe haben. Besonders wichtig ist die Laufsohle. Es sollte ein robustes und griffiges Profil haben, um ausreichend Halt zu bieten.
  • strecken: Vergessen Sie nicht, sich nach dem Training bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt abzukühlen. 5 bis 10 Minuten Dehnung sind für die am häufigsten beanspruchten Muskeln wichtig.
  • Wärme: Vermeiden Sie nach dem Training für die nächsten zwei Stunden Kälte. Der Grund: Ihr Immunsystem ist am Boden, Sie erkälten sich leichter. Nehmen Sie eine heiße Dusche und halten Sie sich danach warm.
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Wichtig: Wer untrainiert oder über 60 ist, sollte bei Minusgraden auf Sport im Freien verzichten.

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