Nach Iran-Verletzung – ZDF-Kommentator wütet

Schiedsrichter Raphael Claus, links, sieht zu, wie der iranische Torhüter Alireza Beiranvand nach einer Verletzung während des WM-Fußballspiels der Gruppe B zwischen England und dem Iran am Boden liegt.

Alireza Beiranvand steht nach einer Kopfverletzung im Strafraum und wird später ausgewechselt.Bild: AP / Pawel Golowkin

Nikolai Stübner

Für Fußballer ist die Weltmeisterschaft das größte und wichtigste Sportereignis. Aus diesem Grund werden viele Profis alles tun, um beim größten Turnier der Welt mitzuspielen. Dieser Ehrgeiz sorgte im ersten Spiel der Gruppe B zwischen England und dem Iran bei der Weltmeisterschaft für Aufsehen.

In der achten Minute kollidierte Irans Torhüter Alireza Beiranvand nach einer Hereingabe mit Majid Hosseini und legte sich dann lange mit dem Kopf hin. Zunächst sah es so aus, als würde Beiranvand nicht mehr spielen können, da sich Ersatztorhüter Seyed Hossein Hosseini aufwärmte.

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Kommentator bemängelt fehlenden Ersatz

Auch ZDF-Kommentator Oliver Schmidt war sich sicher, dass Beiranvand das Feld verlassen wird. Beiranvand wollte jedoch weiterspielen und tat es zunächst auch.

Die Reaktion von Oliver Schmidt war im Nachhinein eindeutig. „Leute, das macht keinen Sinn. Es geht um die Gesundheit eines Leistungssportlers“, kritisierte er das Fifa-Reglement und die iranischen Betreuer. Dann fügte er hinzu: “Auch bei einem WM-Turnier macht es keinen Sinn. Nur der Arzt kann entscheiden, und um ehrlich zu sein: Alireza Beiranvand ist derjenige, der die Entscheidungen selbst trifft, und es ist unvernünftig.”

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Aber das ist nicht alles. Schmidt setzte daraufhin seinen Monolog fort und bat um einen “unabhängigen Arzt, wie es in anderen Sportarten der Fall ist”. Dabei wollte Schmidt Beiranvand keinesfalls einen Vorwurf machen, “aber man kann ihm die Entscheidung nicht überlassen”.

Schmidt verweist unter anderem darauf, dass Spieler im American Football nach einer Kopfverletzung zunächst ein bestimmtes Protokoll durchlaufen müssen, in dem unabhängige Ärzte entscheiden, ob die Spieler auf den Platz zurückkehren dürfen oder nicht.

Der iranische Torhüter Alireza Beiranvand kollidiert mit dem iranischen Majid Hosseini (rechts) während des WM-Fußballspiels der Gruppe B zwischen England und dem Iran im Khalifa International Stadium in Doha, Katar, ...

Beiranvand (links) und Majid Hosseini kollidierten in der achten Minute.Bild: AP / Alessandra Tarantino

Beiranvand spielte jedoch kurz weiter, bevor er sich wieder hinsetzte und signalisierte, dass er ausgewechselt werden wolle. Schließlich hatte Hosseini seinen ersten WM-Auftritt.

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Immerhin: Bei der WM durften Teams im Falle einer Kopfverletzung sechs statt fünf Teams wechseln. Infolgedessen ist es unwahrscheinlich, dass der Beiranvand-Ersatz aus dem iranischen Wechselkontingent gezogen wird.

Der FC Bayern ist derzeit mit vielen Namen verbunden. Darunter Gladbach-Stürmer Marcus Thuram und Tottenham-Stürmer Harry Kane. Vor allem Kane wird derzeit heiß gehandelt – als potenzieller Nachfolger von Eric Maxim Choupo-Moting. Der Vertrag des 33-jährigen Kameruners läuft im Sommer 2023 aus. Andere Klubs haben bereits mehrfach Interesse an dem Mittelstürmer bekundet.

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