Banken – Hannover – Trotz Zinsen und Krisen: NordLB profitabel, aber vorsichtig – Wirtschaft

Hannover (dpa/lni) – Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) ist im dritten Quartal dank neuer Projektfinanzierungen wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt – im Vergleich zum Vorjahr drückten jedoch Bewertungsänderungen und wieder steigende Zinsen auf die Zahlen. Zum Ende des ersten Halbjahres schloss das Institut das Konzernergebnis mit minus 63 Millionen Euro ab. Aus diesem Verlust wurde nach Informationen vom Dienstag bis Ende September ein Plus von 37 Millionen Euro. Allerdings hat die NordLB mit 127 Millionen Euro mehr als das Dreifache des Vorjahres verdient.

Bezieht man alle Effekte – insbesondere die Eigenkapitalentwicklung – mit ein, stieg der so definierte „Gesamtumsatz der Periode“ in den ersten drei Quartalen von 82 auf 404 Millionen Euro. Wie die Bank erklärte, war der Anstieg der Zinsen zu Jahresbeginn eine der Hauptursachen für Verluste in mehreren Bereichen. Dem stand eine Steigerung des Neugeschäfts mit Kunden gegenüber. Allein im dritten Quartal wurde aber wieder ein Gewinn von 100 Millionen Euro gemacht.

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„Wir sind mit der Entwicklung der NordLB in den vergangenen Monaten zufrieden“, sagte Vorstandsvorsitzender Jörg Frischholz und ergänzte: „Insbesondere der Anstieg des profitablen Neugeschäfts zeigt, dass wir wieder am Markt sind.“ In den ersten drei Quartalen dieses Jahres vergab die Bank 80 Prozent mehr Kredite als im Vorjahreszeitraum. Einzeln betrachtet verbesserten sich auch die Zins- und Provisionserträge.

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Die Landesbank Niedersachsen und Sachsen-Anhalt verzichtete jedoch auf konkrete Prognosen für das Gesamtjahr 2022, da die „Unsicherheit“ des wirtschaftlichen Umfelds dies nicht zulasse. Ziel ist es jedoch, den Konzerngewinn von 19 Millionen Euro aus dem Vorjahr zu übertreffen. 2021 kehrte das Finanzinstitut, zu dessen Miteigentümern die Sparkassengruppe gehört, nach mehreren Verlustjahren in die Gewinnzone zurück. Einer der Gründe dafür ist auch das harte Sparprogramm, das umfangreiche Entlassungen beinhaltet.

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Die NordLB war zuvor mit einer aufgeblähten Bilanz und faulen Versandpapieren in schwere Zeiten geraten. Er musste Ende 2019 von seiner Fluggesellschaft gerettet werden. Bis Ende 2023 will die Bank 2800 bis 3000 Mitarbeiter haben – bisher 6300. Unter anderem finanziert das Institut aktiv Energieprojekte aus erneuerbaren Quellen. Gemeinsam mit dem Bund und dem Land Niedersachsen ist sie beispielsweise auch am geplanten LNG-Terminal in Stade beteiligt.

© dpa-infocom, dpa:221129-99-711742/3

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